"Bruchenball"
Bruchenball – ein Kampfspiel mit Ganzkörpereinsatz

Die verminderte sportliche Aktivität von Jugendlichen und Kindern führen häufig zur Entfremdung des eigenen Körpers bzw. zur Vermeidung von Körperkontakt. Vor diesem Hintergrund sollen in der Schule Aktivitäten angeboten werden, die den angemessenen Umgang mit Körperkontakt und Kräftedosierung fördern.
Unsere Untersuchungen befassen sich mit der Frage, wie das mittelalterliche Bruchenball dazu beitragen kann. Weiterhin wurde geprüft, ob bzw. wie das Spiel gemischtgeschlechtlich durchgeführt werden kann.
Bei diesem mittelalterlichen Kampfspiel versuchen zwei Mannschaften mit jeweils 3-6 Personen den bis zu 140 kg schweren Bruchenball (Bruche, Brouche = Unterhose) in den gegnerischen Torkreis zu befördern.
Zur Beantwortung der Fragen wurden sowohl mit deutschen Grundschülern und Realschülern als auch mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule sowie mit Kindern und Jugendlichen im kenianischen Hochland Spieleinheiten durchgeführt. Es wurde zu fast allen Maßnahmen Beobachtungsprotokolle geführt. Im Symposium werden unsere Beobachtungen vorgestellt.
Vor allem sollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses Spiel erproben und kritisch reflektieren. Weiterhin soll aufgezeigt werden, wie es sowohl mit Kindern der Grundschule als auch mit Jugendlichen der Sekundarschule 1 und (jungen) Erwachsenen durchgeführt werden kann. Abschließend folgen Hinweise zur Herstellung eines für den Unterricht geeigneten Bruchenballs.

ReferentIn: Dr. Wagner, Hans-Jürgen